Es geht los – Ryo und Haruki Murakami reisen durchs Land

Ryo geht auf Lesereise – mit Haruki Murakami. Wer das ist und warum man die Lesungen nicht verpassen sollte, erklärt Ryo im Interview.
Du gehst im März/April 2014 auf Lesereise durch Deutschland.
Das Programm gestaltest du mit Kurzgeschichten von Haruki Murakami.
Wer ist der Autor und warum sollte man deinen Leseabend nicht verpassen?

Haruki Murakami ist Japans wohl bekanntester Autor, hat zahlreiche Romane
veröffentlicht und ist, wie ich finde, ein Meister der Kurzgeschichte. Ich veranstalte
ja mittlerweile seit 2011 Lesungen. Meiner Erfahrung nach brauchen Murakamis
Erzählungen keine Stütze, keine Musik dazwischen. Die stehen sehr gut für sich.
Umso größer war die Freude über die Leserechte, die diesen Abend überhaupt
erst ermöglichen. Zum Glück gab es grünes Licht, also nicht verpassen.

Deine Mutter ist Japanerin –
hast du eine besondere Beziehung zu den Geschichten von Murakami?

Ich bezeichne das gerne als Medizin für mein Fernweh nach Japan. Ich bin
in Deutschland geboren worden und habe die meiste Zeit hier gelebt. Aber
die kleine, für andere vielleicht unbedeutende Beschreibung über die Zubereitung
eines japanischen Gerichtes, beschwört natürlich Düfte herauf. Wenn ich was
von „Regenzeit“ lese, dann erinnere ich diese schwüle Hitze. Aber man muss
nicht dort gewesen sein, um Murakami lesen zu können. Er hat viele Jahre im
Ausland gelebt, das merkt man seinem Schreibstil an. Nicht umsonst wird er
in über 40 Sprachen übersetzt.

Wie viele Stationen wird es auf deiner Reise geben und
auf welche freust du dich besonders?

Das ist eine ganz schöne Rutsche geworden – von Weimar bis Hamburg, von Köln bis Dresden sind in ziemlich allen Himmelsrichtungen Locations dabei. Die Lesereise macht bisher auf 13 Stationen Halt.
Und weil hier und da sicher ein paar bekannte Gesichter auftauchen, freue ich
mich einfach aufs Frühjahr. Ein bißchen mehr als sonst vielleicht.

Beschäftigst du dich neben den
Lesungen auch noch mit Musik?

Musik spielt immer noch eine große Rolle. Wenn es geht, versuche ich das Lesen mit Musik zu verbinden.
Doch auch beim Vorlesen hauche ich den Texten neues Leben ein – gebe ihnen eine Melodie.
Da hilft es mir, dass ich aus der Musik komme. In diesem Spannungsfeld will ich die Zuhörer mitnehmen und ähnlich wie in einem Song, die Bilder hinter den Texten lebendig machen.

Alle Infos zur Lesereise unter ryotakeda.de.
Ryo Takeda liest Haruki Murakami
Permalink