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Centauren, die letzten Einwohner von Atlantis, Perlentaucher der Lüfte, Ligers, Mischwesen aus Vogel-, Delfin- und Walnuß, Schoko-Triolen, oder fliegende Tambourines?
- Ja, All das ist Marbert Rocel!
»Was wir nicht in einem Satz unterbringen können, das kommt auch nicht in unsere Musik.«
Alles begann mit dem defekten Fernseher in Malik und Pantheras gemeinsamer WG. Extreme Langeweile breitete sich aus, also ersonnen die beiden einen Plan und begannen Hunde zu dressieren täuschend echt Bassdrums und Fender Rhodes nachzuahmen. Da diese jedoch nicht sitzen blieben als sie versuchten die Tracks zu arrangieren, scheuchten sie die Hunde weg und konzentrierten sich auf MPC und Computer.
Das Hundefutter noch im Gepäck zogen Marbert Rocel mit ihrem Kram in ein Studio, dass sich eine Nachtigall namens Spunk zufällig als Nistplatz ausgesucht hatte.
»Wir zimmerten einen wunderschönen goldenen Käfig, der, ausgelegt mit Seide und Brokat, neben einem Mikrofon aufgehängt wurde, schlossen den Käfig ganz vorsichtig mit einem Pinsel und veröffentlichten dann 2007 unser erstes Album -Speed Emotions- auf Compost Records.«
- Ein Blitz!
In den letzten 525. 601 Minuten zählten Malik und Panthera dann abwechselnd rückwärts und Spunk lebte ein Jahr - verkleidet - in einer Vogelfamilie gleich neben dem Sportplatz.
So fanden sie leuchtende Berge aus Remixen von Solomun über Trus’Me bis Douglas Greed, sangen lächelnd eine Menge Beats ein und „spreadedeten love“ auf Gastspielen von Amsterdam bis Olganitz, von der Fusion bis zum SonneMondSterne-Festival.
Völlig überwältigt von der Erfahrung Taifune mit Rhodes, Stimme, Brass, Mpc und Synth auf der Bühne auslösen zu können, war es den dreien bald klar auch ihr neues Album so anzugehen.
Also bepackten Marbert Rocel ihre Riesenschildkröte, die sie günstig nach dem Kopernikus-Debakel erstanden hatten mit einer Menge Instrumentalisten, Obst und einer Kiste instant-emotions und ritten zu Holger auf den Rennsteig.
Während dieser, fast im Rausch, feinste Thüringer Kost für die Band zubereitete, fand diese schnell die beste Rezeptur für ihr Album:
Tasten (weise und schwarze im Verhältniss 2 zu 11 durch f), eine lieblich-kühle Stimme, ein wenig Greifen-Geschnatter (abhängend von der Temperatur musste hier der Tune um plus 19 bis 21 cent angepasst werden), schnurrende Bässe, ein Transformer-Schlagzeug, Milch, ein Holzofen, Bläser im Winkel von 3 Grad nach Osten gedreht und etwas Mondstaub.
All dies taten sie in in einen sehr großen Kasten mit Sichtfenster und begannen die Arbeit an -catch a bird-.
»Wir hören Rap, lieben Jazz und tanzen am liebsten zu House. Spunk liebt es außerdem Monstertruck-Reifen zu wechseln. Einen festgelegten Stil gibt es nicht, wir machen halt Dur-Musik mit Moll-Akkorden.«
Beschwingt, doch immer mit einem Pinselstrich zuckersüßem Schmerz.
- Aus: Broterle, Albert: „Muziq ist Reigen“ Ein kritisches Lesebuch. Erfurt-Uruk, 2009. S. 25 ff.
Weitere Infos unter:
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Marbert Rocel "Catch A Bird"
(2009 / Compost Records)
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Remixe für:
Clueso - Out Of Space Marbert Rocels and Of Oos rmx (Four Music)
Waggon Cooking – Mallorca Marbert Rocel rmx (Compost)
Rackajam (mit Metaboman)
Roots Manuva (finalist wittness rmx-contest)

