Kulturpreis für Zughafen

Der Kulturpreis der Stadt Erfurt ging in diesem Jahr an uns, den Zughafen.

 

Andie Welskop, der Gründer und Geschäftsführer, nahm den Preis am 2. Oktober stellvertretend für das ganze Netzwerk Zughafen entgegen. In seiner Dankesrede äusserte er natürlich nicht nur Begeisterung und Dank. Ein großer Schwerpunkt, übrigens vor allem auch in den wunderbaren Ausführungen des Laudators Stadtrat Dr. Wolfgang Beese, war vor allem die Kritik am bestehenden Kulturleben in Erfurt. „Zu einseitig“ ist unser kurz gefasster gemeinsamer Standpunkt. Ohne bestehende Strukturen in Frage zu stellen, sind wir der Auffassung, dass insbesondere freie Kultur zugelassen werden muß und Unterstützung bebraucht.  Wenn schon keine aktive Unterstützung zu erwarten ist, sollten wenigstens bestehende Gesetz für Kultur, für Umsetzung von Ideen ausgelegt werden, nicht nur dagegen.

 

Nichts desto trotz sind wir natürlich stolz auf den Preis.  Denn für uns ist er vor allem eine Bestätigung. Nicht nur unsere Arbeit, auch die ganze freie Szene der Stadt erhält mit der Würdigung eine offizielle Anerkennung. Wir verstehen den Preis als Motivation, unsere Stadt nicht nur den Rentnern, Wohneigentumsinhabern und Touristengruppen zu überlassen. Wir, das Netzwerk Zughafen nehmen unser Verantwortung als Bürger von Erfurt wahr und gestalten unser leben in unserer Stadt aktiv mit. Und wir widmen diesen Preis all denjenigen, die den Zughafen mit begründet haben, ihn ausgebaut, renoviert und belebt haben. Ihn mit Inhalten füllen. der Preis gehört auch all den entfernten Bekannten, den Kulturschaffenden, die ohne institutionelle Förderung die Stadt kulturell lebendig halten.

 

Und genau dafür danken wir auch all jenen, die sich engagieren, die Zughafen sind und darum herum.


  • Andreas Welskop - Kulturpreisverleihung
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  • Norman Sinn und Ryo Takeda - Kulturpreisverleihung
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